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ÖAAB-AK-Fraktion: Unterschriftenaktion gegen Strafsteuer und Lehrlingskündigung

08.09.09 00:00 Age: 325 Tage

AK-Studie beweist: 70 Prozent der Arbeitnehmer/innen sind dagegen

Strafsteuer für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Finanzierung der "Mogelpackung" der Bundessozialpartner und Lehrlingskündigung werden von der Fraktion ÖAAB/Christliche Gewerkschafter klar abgelehnt. Eine soeben erschienene Studie des Instituts Dr. Berndt beweist: Sieben von zehn Befragten lehnen die Kündigung von Lehrlingen nach dem ersten und zweiten Lehrjahr rundweg ab. Um diesem massiven Protest ein Gesicht zu geben, startet ÖAAB-AK-Fraktionschef Alfred Gajdosik jetzt eine Unterschriftenaktion gegen Strafsteuer und Lehrlingskündigung.

Die duale Ausbildung ist dem ÖAAB Wien wichtig, schließlich lehnen insgesamt 70 Prozent der in einer repräsentativen Umfrage befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die von den Bundessozialpartnern paktierte Lehrlingskündigung ab. Bei den eigentlich Betroffenen, nämlich den Facharbeitern, die bereits eine Lehre absolviert haben, sind es sogar acht von zehn, die diese Kündigungsmöglichkeit für „eher nicht“ oder „nicht“ notwendig erachten.

Nachdem sich die Fraktion ÖAAB/Christliche Gewerkschafter von Beginn an gegen die ebenfalls geplante Strafsteuer für Ältere ausgesprochen hat, regt sich jetzt auch in anderen Institutionen massiver Widerstand. Die Industriellenvereinigung bezeichnet die Wiedereinführung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für 56- bis 60-Jährige als „kontraproduktiv“ und nicht „nachvollziehbar“.

„Wir wollen jetzt den Unmut der Arbeithemerinnen und Arbeitnehmer in Wien mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion dokumentieren. Die gesammelten Unterschriften werden dann den Bundessozialpartnern bzw. der Bundesregierung übergeben“, erklärt Fraktionschef Gajdosik.

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