ÖAAB als Denkwerkstatt und Ideenfabrik positionieren
100 Tage ÖAAB neu – Zukunftsperspektiven für Arbeit und Bildung
"Wir wollen den ÖAAB als Denkwerkstatt positionieren. Der neue ÖAAB ist aber nicht nur Ideenfabrik, sondern auch eine moderne, serviceorientierte Arbeitnehmervertretung", betonte ÖAAB-Bundesobmann BM Dr. Michael Spindelegger anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz der ersten 100 Tage des ÖAAB neu. "Mit dem Zukunftsforum Soziales ist es uns bereits gelungen, die Themenführerschaft in der Arbeitnehmerpolitik zu übernehmen und konkrete Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft anzubieten", ist Bundesobmann Spindelegger mit den ersten 100 Tagen zufrieden.
Mitarbeitererfolgsgeld, Zeitwertkonto und atypisch Beschäftigte – diese drei Themen standen im Mittelpunkt des ersten "ÖAAB Zukunftsforum Soziales" am 2. Oktober im Wiener Raiffeisen Forum. "Mit dem Zukunftsforum Soziales ist es gelungen, neue Lösungen für eine immer flexiblere Arbeitswelt zu erarbeiten", so Spindelegger. Jetzt geht es an die Umsetzung – im ersten Quartal 2010 werden konkrete Modelle bei einer ÖVP-Klubenquete präsentiert. Das "Zukunftsforum Soziales" wird jährlich stattfinden und neue Impulse in die Politik einbringen.
Auch in der Bildung will der ÖAAB neue Wege gehen: Bildung soll besser auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet werden. Das Bildungskonzept des ÖAAB hat drei Schwerpunkte: Erstens: Wie sollen Kinder auf die Schule vorbereitet werden? Zweitens: Die Strukturen der Schulorganisation sollen neu durchdacht werden. Und drittens: Auch die Weiterbildung und Motivation der Lehrerinnen und Lehrer soll im Zentrum einer Dienstrechtsreform stehen. "Auch in den Schulen muss sich Leistung lohnen. Wer sich stärker engagiert, soll auch bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten haben", betont Spindelegger. Ein weiterer politischer Erfolg des ÖAAB: Bundesobmann Spindelegger konnte bei Finanzminister Josef Pröll die Verlängerung des erhöhten Kilometergeldes und des Pendlerpauschales erreichen.
"Als moderne Arbeitnehmervertretung sind wir nicht nur Denkwerkstatt sondern auch Servicestelle", so Generalsekretärin Beatrix Karl den neuen Serviceschwerpunkt des ÖAAB. 200 Millionen Euro bleiben pro Jahr bei den Finanzämtern liegen, da Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Steuervorteile nicht nutzen. Ein Drittel der Pendlerinnen und Pendler beispielsweise verzichtet aus Unwissenheit auf ihnen zustehende Ansprüche. "Dieses Geld liegt auf der Straße. Wir wollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt auch verstärkt informieren und ihnen beratend zur Seite stehen", betont Karl.
Als Auftakt der großen Serviceoffensive fanden am 4. und 5. November österreichweit die "ÖAAB-Arbeitnehmertage" statt. Mehr als 1.000 Funktionäre traten mit etwa 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kontakt und informierten sie über Steuerbegünstigungen, mögliche Förderungen und andere Ansprüche. "Wir werden uns auch vermehrt um die Interessen jener Arbeitnehmer kümmern, die keinen Betriebsrat haben", so beide abschließend.





