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Welttag der Lehrer/-innen

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05.10.09 09:01 Age: 337 Tage

Pflichtschullehrergewerkschafter Maresch: Wiener SPÖ begeht den Welttag der LehrerInnen mit einer unseriösen Befragung

Die von der Wiener SPÖ initiierte "Schulbefragung" von 350.000 Wiener Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen stellt sich als unglaublicher Reklameplan des Wiener Bürgermeisters Häupl und seines Bildungsstadtrates Christian Oxonitsch auf Kosten der Steuerzahler/innen heraus.

Nach Durchsicht der lange geheim gehaltenen Fragebögen, die unter dem Motto ‚Mitreden.Mitgestalten‘. stehen, wird schnell klar, dass es hier weder um Mitreden noch um Mitgestalten im Wiener Bildungssystem geht, sondern dass die Schulpartner als Statisten einer von der SPÖ gelenkten Imagekampagne missbraucht werden. Der Fragebogen ist in eine mehrseitige Werbebroschüre verpackt und entlarvt sich bei genauer Hinsicht als suggestive Fragestellung, die aufgrund des Aufdrucks der Schulkennzahl zusätzlich noch zurückverfolgt werden kann. Die versprochene Anonymität wird hier nicht eingehalten, kritisiert Stephan Maresch,  Bundesorganisationsreferent der APS-Gewerkschaft und Personalvertreter der Wiener PflichtschulLehrer/innen. Weiters ist er über die Zusicherung von Häupl und Oxonitsch, dass "das Frageprogramm in persönlichen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Lehrer/innen und Lehrer" entwickelt wurde, erstaunt. "Mit uns wurde darüber niemals gesprochen. Ich weise diese Aussage deutlich zurück" stellt Maresch klar. "Wir hätten diesen Fragebögen niemals zugestimmt".  Hier soll offensichtlich den Lehrer/innen Sand in die Augen gestreut werden. Das Ergebnis dieser Befragung, das in einer Pressekonferenz Anfang Februar 2010 veröffentlicht werden soll, könne man jetzt schon tendenziell vorhersagen. Mit der Auswertung wurde eine in Wien beheimatete Agentur namens TrendCom Consulting Ges.m.b.H. beauftragt. Geschäftsführender Gesellschafter dieses Unternehmens ist der langjährige Kommunikationschef der Wiener SPÖ. Damit schließt sich der Kreis.

 

Die Wiener SPÖ agiert im Stil der Bildungsministerin Schmied. Sie will mit einem PR Gag auf Kosten der Wiener Lehrer/innen Wählerstimmen gewinnen. Die wahren Probleme der Schulen werden damit unter den Teppich gekehrt. Das passt in das momentane Bild der sozialistischen Bildungspolitik. Verärgert ist Maresch darüber, dass trotz aller Zusagen, die Schulleitungen und Pädagog/innen von administrativen Arbeiten zu entlasten, nun genau jene die 350.000 Fragebögen und politischen Werbebroschüren verteilen und einsammeln sollen. Hier wird Zeit gestohlen die den Schüler/innen gehört. Das ist ein Skandal! Für längst notwendige und geforderte administrative Hilfskräfte in Wiener Pflichtschulkanzleien hat die Stadt Wien kein Geld - für eine Umfrage mit hunderttausenden Farbprospekten schon, führt Maresch weiter aus. Den Lehrer/innen empfiehlt er, sich die Fragebögen vor dem Verteilen sorgfältig durchzulesen und selbst zu entscheiden, ob sie dieser "freiwilligen" Aufforderung wirklich folgen.

Richtung  FSG in der PflichtschulLehrer/innengewerkschaft bemerkt Stephan Maresch, dass ein Akzeptieren dieser Vorgangsweise ihrer Parteifreunde bzw. ein Stillhalten sicher nicht im Interesse der Kollegenschaft ist.

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